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Ganzheitliche Hundeernährung: TCVM-Diätetik, Ausschlussdiät und Individualität

26. Mai
6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 12. Aug.

KI generiertes Bild passend zum Thema: Hund mit gefüllter Futterschüssel
KI generiertes Bild passend zum Thema: Hund mit gefüllter Futterschüssel

Warum individuelle Ernährung wichtiger ist als starre Futterregeln


Die ganzheitliche Hundeernährung, einschließlich TCVM-Diätetik, Ausschlussdiät und Individualität des Hundes, ist heute ein emotionales Thema. Kaum ein Bereich wird so kontrovers diskutiert wie Trockenfutter, Nassfutter, BARF, selbst gekochte Rationen oder Ausschlussdiäten. Viele Hundehalter fühlen sich verunsichert: Was ist wirklich gesund? Was darf kombiniert werden? Und warum verträgt ein Hund plötzlich scheinbar „gar nichts mehr“?


Die Traditionelle Chinesische Veterinärmedizin (TCVM) betrachtet Ernährung deutlich individueller als viele moderne Fütterungstrends. Nicht jedes Futter passt zu jedem Hund – und nicht jede Diät hilft langfristig weiter. Statt starrer Regeln steht die Frage im Mittelpunkt: Was braucht genau dieser Hund – in genau seiner aktuellen Situation?


Ernährung aus Sicht der TCVM


In der TCVM ist Nahrung nicht nur „Füllstoff“ oder Energiequelle. Jedes Lebensmittel besitzt:


  • eine energetische Temperatur

  • eine Wirkrichtung

  • einen Bezug zu bestimmten Organ- bzw. Funktionskreisen

  • eine Wirkung auf Qi, Blut, Yin, Yang, Feuchtigkeit oder Schleim


Ein Hund mit innerer Hitze benötigt etwas anderes als ein Hund mit Kälte, Schwäche oder Feuchtigkeit.


Im Bezug auf TCVM Fertigprodukte kann ich folgende Produkte beruhigt empfehlen: Das gesunde Tier. Hier können Trocken- und Nassfutter ohne miteinander kombiniert werden.


Während die westliche Ernährung häufig auf Inhaltsstoffe schaut, betrachtet die TCVM zusätzlich:


  • Wärme oder Kälte im Körper

  • Verdauungskraft („Mitte“)

  • Feuchtigkeitsbildung

  • Schleimneigung

  • Stressbelastung

  • Nervensystem

  • Alter

  • Aktivitätsniveau

  • emotionale Belastung

  • Jahreszeit


Deshalb gibt es aus TCVM-Sicht keine allgemeingültige „perfekte“ Fütterung.


Warum individuelle Ernährung so wichtig ist


Viele Hunde entwickeln heute chronische Beschwerden wie:


  • wiederkehrender Durchfall

  • Hautprobleme

  • Juckreiz

  • chronische Ohrenentzündungen

  • nervöse Unruhe

  • Übersäuerung

  • Schleimbildung

  • Verdauungsprobleme

  • Allergiesymptome

  • "Futtermittelunverträglichkeiten"


Oft wird dann sehr schnell das Futter gewechselt – manchmal immer wieder. Doch genau hier beginnt häufig ein Problem. Der Körper verliert zunehmend die Fähigkeit, flexibel auf unterschiedliche Nahrungsmittel zu reagieren. Das Verdauungssystem wird empfindlicher statt stabiler. Die TCVM versucht deshalb nicht nur Symptome zu unterdrücken, sondern die Verdauungskraft langfristig wieder aufzubauen.


Ausschlussdiäten – hilfreich, aber nicht immer die Dauerlösung


Ausschlussdiäten können sinnvoll sein, besonders dann, wenn:


  • starke Verdachtsmomente auf Allergien bestehen

  • massive Hautreaktionen auftreten

  • chronischer Durchfall vorhanden ist

  • entzündliche Prozesse abgeklärt werden müssen


Sie dienen häufig dazu, problematische Eiweiße oder Zusatzstoffe zu identifizieren. Das Problem entsteht jedoch, wenn Ausschlussdiäten dauerhaft und immer restriktiver eingesetzt werden.


Warum zu strenge Diäten problematisch werden können


Viele Hunde erhalten irgendwann nur noch:


  • eine Proteinquelle

  • wenige Gemüsesorten

  • kaum Variation

  • extrem eingeschränkte Rationen


Kurzfristig kann das entlasten. Langfristig entstehen jedoch mögliche Nachteile.


1. Die Darmflora verliert Vielfalt


Eine vielfältige Ernährung unterstützt normalerweise unterschiedliche Darmbakterien. Wird die Nahrung dauerhaft extrem eingeschränkt, kann die mikrobielle Vielfalt sinken. Der Darm reagiert dadurch oft noch empfindlicher.


2. Die Verdauung wird „unsicher“


Manche Hunde vertragen nach langen Ausschlussdiäten plötzlich kaum noch Veränderungen. Schon kleine Abweichungen führen zu:


  • Durchfall

  • Blähungen

  • Unruhe

  • Hautreaktionen


Nicht immer liegt dann eine echte Allergie vor. Häufig fehlt dem Verdauungssystem schlicht Anpassungsfähigkeit.


3. Die Mitte wird geschwächt


In der TCVM spricht man häufig von einer Schwäche der „Mitte“ – also von Milz und Magen als Zentrum der Verdauung. Zu kalte, zu einseitige oder zu stark reduzierte Nahrung kann diese Mitte zusätzlich schwächen. Typische Zeichen sind:


  • weicher Kot

  • Müdigkeit

  • Fressunlust

  • Schleim

  • wechselnde Verdauung

  • Feuchtigkeit

  • chronische Schwäche


Warum Vielfalt häufig sinnvoller ist


Ein gesunder Organismus besitzt normalerweise eine gewisse Flexibilität. Das bedeutet nicht, wahllos zu füttern. Aber ein stabiler Hund sollte unterschiedliche Lebensmittel grundsätzlich verarbeiten können. Die TCVM bevorzugt daher häufig:


  • angepasste Vielfalt

  • rotierende Proteinquellen

  • saisonale Anpassungen

  • individuell abgestimmte Ernährung

  • langsame Veränderungen statt ständiger radikaler Wechsel


Darf Trockenfutter und Nassfutter gemischt werden?


Ein großes Streitthema. Viele Aussagen wie „Das darf man niemals mischen,“ halten sich seit Jahren hartnäckig. Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist eine Kombination grundsätzlich möglich. Wichtig ist jedoch: Nicht jedes Mischkonzept passt zu jedem Hund.


Wichtig: Trockenfutter ist thermisch gesehen immer heiß! Sollte also dein Hund möglicherweise unter Hitzesymptomen leiden, dann wäre es z.B. kontraproduktiv, nur Trockenfutter zu füttern.


Wann eine Kombination sinnvoll sein kann


Die Mischung aus Nass- und Trockenfutter kann Vorteile haben:


1. Verbesserung der Akzeptanz


Manche Hunde fressen Trockenfutter besser, wenn etwas Nassfutter ergänzt wird.


2. Mehr Feuchtigkeit


Nassfutter erhöht die Wasseraufnahme und kann:


  • Harnwege

  • Schleimhäute

  • Verdauung


unterstützen. Gerade Hunde, die wenig trinken, profitieren häufig davon.


3. Schonendere Umstellung


Bei empfindlichen Hunden kann eine langsame Kombination helfen, den Verdauungstrakt nicht zu überfordern.


4. Praktische Alltagstauglichkeit


Nicht jeder Hundehalter kann ausschließlich frisch kochen oder hochwertiges Nassfutter in großen Mengen nutzen. Eine gute Mischfütterung kann deshalb ein realistischer und sinnvoller Mittelweg sein.


Worauf bei Mischfütterung geachtet werden sollte


Hier entstehen die eigentlichen Probleme. Nicht die Mischung selbst ist entscheidend – sondern:


Für eine individuelle Mischfütterung nutze ich selbst und kann es ganz klar empfehlen: Futalis. Futalis ist eine Firma, die mit dem Institut für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik der Veterinärmedizinischen Fakultät an der Universität Leipzig arbeitet.

Ich bin sehr zufrieden, denn ich kann meinen Hund anpassen. Als Therapeutin habe ich die Möglichkeit, nochmal mehr Anpassungen vornehmen zu können, weshalb sich hierfür jeder unverbindlich bei mir melden kann. Sollten Erkrankungen jedoch vorliegen, müsste ich hierfür eine Ernährungsberatung durchführen. Hierzu können Sie meine Preise transparent meiner Webseite entnehmen. Testen Sie das Futter gerne selbst.


Wichtige Punkte bei der Kombination


1. Hochwertige Produkte wählen


Besonders wichtig sind:


  • klar deklarierte Zutaten

  • möglichst wenig künstliche Zusätze

  • keine unnötigen Zuckerstoffe

  • gute Proteinqualität

  • nachvollziehbare Zusammensetzung


Zu sehr klar deklariertem Produkt ohne Konservierungsstoffe kann ich ganz klar folgendes Produkt empfehlen: Tierheilpraxis für Groß und Klein. Das Futter ist ein reines Nassfutter, allerdings super deklariert. So wie ich es mir von vielen anderen wünschen würde.


2. Verdauung beobachten


Nicht jeder Hund verträgt jede Kombination. Achte auf:


  • Kotkonsistenz

  • Blähungen

  • Geruch

  • Haut

  • Ohren

  • Unruhe

  • Kratzen

  • Müdigkeit nach dem Fressen


3. Langsame Umstellung


Plötzliche Veränderungen können die Verdauung belasten. Neue Komponenten sollten langsam eingeführt werden.


4. Energiegehalt beachten


Trockenfutter ist deutlich konzentrierter als Nassfutter. Wird beides kombiniert, muss die Gesamtmenge angepasst werden, damit der Hund nicht dauerhaft überversorgt wird.


5. TCVM-Eigenschaften berücksichtigen


Auch Fertigfutter besitzt energetische Eigenschaften. Beispiele:


Wärmend:

  • Wild

  • Lamm

  • Trockenfutter mit hohem Energiegehalt

  • stark verarbeitete Nahrung


Kühlender:

  • Kaninchen

  • Ente

  • manche Nassfutter

  • feuchtere Rationen


Ein Hund mit Hitzeproblemen benötigt oft etwas anderes als ein alter, frierender Hund mit Yang-Mangel.


Warum die Verdauung nicht isoliert betrachtet werden sollte


Viele Hunde reagieren nicht ausschließlich auf Futter. Stress spielt häufig eine enorme Rolle. Aus TCVM-Sicht beeinflussen:


  • emotionale Belastung

  • Nervensystem

  • Schlaf

  • Schmerzen

  • Überforderung

  • Dauerstress


ebenfalls die Verdauung. Ein Hund mit chronischer innerer Anspannung entwickelt oft:


  • Leber-Qi-Stagnation

  • Hitze

  • Magenprobleme

  • wechselnden Kot

  • Appetitveränderungen


Dann reicht ein reiner Futterwechsel häufig nicht aus.


Die Gefahr moderner Fütterungsdogmen


Heute existieren viele absolute Aussagen:


  • „Nur BARF ist gesund“

  • „Trockenfutter macht krank“

  • „Nassfutter ist besser“

  • „Getreide ist grundsätzlich schlecht“

  • „Der Hund muss ausschließlich Fleisch bekommen“


Die Realität ist meist deutlich komplexer. Es gibt Hunde:


  • die mit hochwertigem Trockenfutter stabil leben

  • die BARF nicht vertragen

  • die gekochtes Futter benötigen

  • die auf zu viel Rohkost reagieren

  • die warme Nahrung dringend brauchen

  • die mit Mischfütterung hervorragend zurechtkommen


Die TCVM bewertet deshalb nicht Ideologien – sondern den individuellen Hund.


Was eine gute Ernährung wirklich ausmacht


Eine sinnvolle Ernährung sollte:


  • verträglich sein

  • langfristig stabilisieren

  • den Darm unterstützen

  • die Mitte stärken

  • den Hund energetisch ausgleichen

  • alltagstauglich bleiben

  • Stress reduzieren

  • Freude am Fressen erhalten


Nicht Perfektion ist das Ziel, sondern Regulation, Stabilität und Anpassungsfähigkeit.


Seit nun ca. 3 Jahren setzt sich meine Fütterung zu Hause ganz individuell aus diesen 3 Futtermitteln zusammen. Mein Hauptfutter, das Trockenfutter ist Futalis (enthält alle Nährstoffe und all das was meine Hunde benötigen und zusätzlich nutze ich alle genannten Nassfuttersorten, immer angepasst an die Versorgung.

Alleinfuttermittel bedeutet, dort sind ebenso alle Nährstoffe vorhanden, weshalb bei diesem Zusatz dann auch darauf geachtet werden muss, das die Gesamtmenge passt, bei einem Ergänzungsfutter ist es so, das es ein Hauptfutter gibt und dazu das passende Nassfutter. So ist es bei Futalis, denn dort beinhaltet nur das Trockenfutter alle wichtigen Bestandteile und das Nassfutter dient nur als Ergänzung.


Fazit


Die TCVM-Diätetik erinnert uns daran, dass Hunde keine standardisierten Systeme sind. Jeder Hund bringt:


  • eine eigene Konstitution

  • eine eigene Verdauung

  • eigene Schwächen

  • eigene energetische Muster


mit. Ausschlussdiäten können sinnvoll sein – sollten jedoch nicht automatisch zur lebenslangen Einschränkung werden. Meine Arbeit liegt darin, nicht die Futterquellen wegzunehmen, sondern eher abwechslungsreich anzupassen und den Körper über beispielsweise Akupunktur und Phytotherapie bei der Bewältigung zu unterstützen. Hier das Immunsystem des Körpers, sofern keine massiven Symptome vorhanden sind.


Auch die Kombination aus Trocken- und Nassfutter ist nicht grundsätzlich falsch. Entscheidend sind Qualität, Verträglichkeit, Zusammensetzung und der individuelle Hund. Manchmal liegt der Schlüssel nicht darin, immer mehr wegzulassen, sondern den Organismus wieder stabiler, flexibler und belastbarer werden zu lassen. Denn Gesundheit bedeutet nicht nur Symptomfreiheit. Gesundheit bedeutet auch Anpassungsfähigkeit.


Habe ich nun das Verlangen eines Beratungsgesprächs geweckt, dann kann ich jederzeit während der Sprechzeiten oder per E-Mail (mit Angabe der Telefonnummer) erreicht werden.


Die allerherzlichsten Grüße


Deine Saskia

zertifizierte, geprüfte Tierheilpraktikerin

TCVM Therapeutin

Dornphysiotherapeutin

Resilienz- und Burnoutcoach

Endometriosecoach

Dozentin

Autorin

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Saskia Hesseldenz-Moog 

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©2023 von Saskia Hesseldenz-Moog Tierheilpraktikerin

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